Mittwoch, 18. Februar 2009

Facebook - Rueckzieher

Facebook - Rueckzieher
Wie hier zu lesen ist, macht Facebook einen Rueckzieher was seine Terms of Service angeht; sie sind jetzt wieder auf dem Stand vom 23. September 2008.

Man gelobt Besserung und moechte die Nutzer an den neuen ToS mitwirken lassen. Ansonsten viel Schoenfaerberei und Wischi-Waschi...

Aber wieder ein Beleg fuer die Wichtigkeit von freien Medien und freier Meinungsaesserung wichtig sind -> Einflussnahme.

Dienstag, 17. Februar 2009

Chaos Computer Club veröffentlicht Vertrag zur Internetzensur – BKA-Sperrliste soll geheim bleiben

Link zum Artikel:
http://ccc.de/updates/2009/filter-pm?language=de

Zitat:


Chaos Computer Club veröffentlicht Vertrag zur Internetzensur – BKA-Sperrliste soll geheim bleiben

13. Februar 2009 (presse@ccc.de)
Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht den Vertragsentwurf [1], den das BKA mit den Internet-Service-Providern (ISPs) schließen möchte.

Die ursprünglich von Familienministerin von der Leyen vorgeschlagene Ausblendung bzw. Sperrung von Webseiten soll durch einen Vertrag zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Internet-Service-Providern (ISPs) als Zugangsanbieter zum Internet durchgeführt werden. Der dem CCC zugespielte Vertrag, der den ISPs bereits unterschriftsreif zugestellt wurde, verpflichtet die ISPs, ihren Kunden den Zugang zu einer geheimen und somit nicht rechtsmittelfähigen Liste von Domains zu verwehren.

Der Vertragsentwurf verpflichtet die ISPs, die nur werktags vom BKA übermittelten Zensurlisten geheimzuhalten. Somit sieht sich der CCC in seinen Befürchtungen [2] bestätigt, dass Frau von der Leyen zusammen mit Innenminister Schäuble und dem BKA eine Vorzensur ohne gesetzliche Grundlage einzuführen versucht.

"Der hier vorliegende Versuch des Bundesinnenministers, eine ´freiwillige´ Vorzensur ohne gesetzliche Grundlage zu schaffen, ist ungeheuerlich. Flankiert durch die Bundesfamilienministerin von der Leyen wird hier das Thema Kinderpornographie instrumentalisiert, um eine Zensurautomatik für Internetseiten einzuführen. Mit dem vorliegenden Vertragsentwurf wird nicht nur deutlich, dass das Bundesinnenministerium offenbar überhaupt kein Interesse an einer Strafverfolgung gegen die Täter hat, sondern eine geheime Infrastruktur für das Zensieren von Internetseiten plant", sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn.

Technisch soll die "Erschwerung des Zugangs" durch die Umsetzung der Sperrlisten des BKA durch die ISPs vollzogen werden. Die betroffenen Domains, bei denen das BKA festgestellt hat, dass diese kinderpornographische Schriften im Sinne von § 184b des Strafgesetzbuches (StGB) beinhalten oder den Zugang hierzu vermitteln, sollen innerhalb von sechs Stunden durch die ISPs gesperrt werden. Warum das BKA nicht sofort durch polizeiliche Ermittlungsarbeit gegen die auf der Zensurliste gelisteten Urheber derartiger Materialien vorgeht, bleibt völlig unklar. Der CCC sieht dadurch bestätigt [3], dass nicht die tatsächliche Bekämpfung der Kinderpornographie und der Schutz der Kinder, sondern die Schaffung einer Zensurinfrastruktur im Vordergrund stehen.

"Es wird deutlich, dass das Bundesinnenministerium mit dem Thema Kinderpornographie und der Flankierung durch Familienministerin von der Leyen offenbar einen Bereich herausgesucht wurde, mit dem am ehesten gesellschaftliche Akzeptanz für Sperrmaßnahmen erreicht werden kann. Wenn aber eine solche Infrastruktur erst einmal vorhanden ist, wird eine Ausweitung auf andere Themenbereiche – seien es sogenannte terroristische Propaganda oder Verstöße gegen Urheberrechtsbestimmungen – ein Leichtes sein", sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn.

Die offensichtlich verfassungswidrige Planung soll dabei nicht das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, sondern durch zivilrechtliche Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der ISPs durchgeführt werden. Diese Art der Umsetzung durch eine Änderung der AGB eröffnet immerhin frustrierten Kunden ein Sonderkündigungsrecht und somit den Wechsel zu einem zensurfreien ISP.

Die im Vertrag scheinbar datenschutzrechtlich unbedenklich gehaltene Regelung, dass die ISPs das BKA lediglich über die Anzahl der Zugriffe auf die jeweils gesperrten Seiten informieren sollen, nicht aber über Personen, die einen Zugriffsversuch durchgeführt haben, sind zudem im Kontext der Vorratsdatenspeicherung (VDS) längst unterminiert.
Links:

* [1] Vertragsentwurf vom 11.02.2009
* [2] CCC Erklärung zu Freiheit im Netz
* [3] CCC Erklärung: Ausblendung von problematischen Inhalten schützt nur die Täter

Test der NextGEN Gallery

Wie vielleicht schon aufgefallen sein koennte, teste ich im Moment die das NextGEN Gallery Plugin fuer Wordpress - vielleicht eine Alternative zu Gallery2.

Montag, 16. Februar 2009

Everquest 2 - Totale Auswertung

Sony Online Entertainment hat, wie hier bei arstechnica zu lesen ist, 60TB (Terrabyte!), also alle Serverlogs, mit allen Daten, Chat, Handel, Onlinenzeiten, einfach allem - Forschern von der American Association for the Advancement of Science zu Verfuegung gestellt.
Stand bestimmt auch in den Terms of Service....*noch weniger Begeisterung fuer Sony*

Facebook - Terms of Service

Facebook - Terms of Service
Stand 4. Februar 2009

Zitate daraus:

Licenses

You are solely responsible for the User Content that you Post on or through the Facebook Service. You hereby grant Facebook an irrevocable, perpetual, non-exclusive, transferable, fully paid, worldwide license (with the right to sublicense) to (a) use, copy, publish, stream, store, retain, publicly perform or display, transmit, scan, reformat, modify, edit, frame, translate, excerpt, adapt, create derivative works and distribute (through multiple tiers), any User Content you (i) Post on or in connection with the Facebook Service or the promotion thereof subject only to your privacy settings or (ii) enable a user to Post, including by offering a Share Link on your website and (b) to use your name, likeness and image for any purpose, including commercial or advertising, each of (a) and (b) on or in connection with the Facebook Service or the promotion thereof. You represent and warrant that you have all rights and permissions to grant the foregoing licenses.

Submissions

You acknowledge and agree that any questions, comments, suggestions, ideas, feedback or other information that you provide to Facebook ("Submissions"), are non-confidential and non-proprietary. Facebook will be entitled to the unrestricted use of any such Submission for any purpose, commercial or otherwise, without acknowledgment or compensation to you.

Termination and Changes to the Facebook Service

The following sections will survive any termination of your use of the Facebook Service: Prohibited Conduct, User Content, Your Privacy Practices, Gift Credits, Ownership; Proprietary Rights, Licenses, Submissions, User Disputes; Complaints, Indemnity, General Disclaimers, Limitation on Liability, Termination and Changes to the Facebook Service, Arbitration, Governing Law; Venue and Jurisdiction and Other.


Ich halte das schon fuer starken Tobak, klar ist Facebook nicht der einzige Dienst mit wirklich krassen Terms of Service, mir geht das aber eindeutig zu weit.
Einfach mal die einzelnen Abschnitte in aller Ruhe lesen und begreifen *kopfschuettel*

Update:
Rechtliches findet sich hier.

CT das radio | online

Anthony and the Johnsons - Kiss my name

ZUM KOTZEN!

via CT das radio | online.

Samstag, 14. Februar 2009

1234567890

Fuer Nerds und Unixnutzer

date -d @1234567890

Sa 14. Feb 00:31:30 CET 2009

;-)

Mittwoch, 11. Februar 2009

Notfunk im Amateurfunk

Als Background... als ehemaliger THW'ler und aktiver Amateurfunker interessiert mich das Thema "Amateurfunkdienst zur Unterstuetzung bei Katastrophen" natuerlich.

Zur Jahreswende 1999 / 2000 haben DO9.. und ich ( DO2.. ) zusammen Notfunkbetrieb beim THW Landesverband in Mainz gemacht. Es handelte sich um eine bundesweit durchorganisierte Aktion unter der Beteiligung von DARC, THW, und anderen Organisationen ( BOS ). Wir hatten eine Art festen Plan, nachdem dann die einzelnen Stationen (mit extra zugeteilten DER Rufzeichen) abgerarbeitet wurden und ein Status ausgetauscht wurde. Das Mainzer THW, die Versorgung vor Ort, sowie wie die Hilfe von Ottfried ( K07 ) sind mir noch in allerbester Erinnerung. Was man vom damaligen DARC Vorsitzenden nicht sagen kann, gelinde gesagt war sein Verhalten unprofessionell und nicht der Sache zutraegelich. Soviel zur ( persoenlichen ) Geschichte.

Es gibt bei den Amateurfunkern schon einige sehr erfolgreiche Notfunkgruppen / Initiativen.

Hier der Link zum Notfunk-Deutschland e.V.

Man soltle nicht vergessen, dass es sich um private Initiativen handelt, viele der Aktiven machen dies zusaetzlich zu ihrem Dienst bei der entsprechenden Hilfsorganisation.

Von Seitens der Amateurfunker gab es wohl eine Anfrage an das Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der tatsaechliche Ablauf bzw. Hintergrund ist mir nicht bekannt.

Antwort BBK (PDF)

Es fallen mir allerdings einige Dinge im Schreiben auf, die ich hier erwaehnen moechte:

1. "Ihr Schreiben vom 12.09.2008" - Antwort ist vom 03.11.2008

2. Es wird auf das GMLZ, Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Laendern verwiesen.

3. ...Lagezentren der Innenministerien der Laender seien ueber mehrere, redundante Wege, auch von terrestrischer Kommunikation unabhaengige (Wege erreichbar)

4. "Aus diesen Gruenden ist eine Nutzung des Amateurfunkes zur Aufgabenerfuellung in meinem Haus nicht vorstellbar. Ich bitte daher um Verstaendnis, dass ein Gespraechstermin nicht sinnvoll erscheint."

Persoenliche Kommentierung:

Meiner Meinung nach fehlt es definitiv an Weitsicht. Ein bisschen mehr offizielle Unterstuetzung wuerde nicht schaden, auch gegenueber den engagierten Mitgliedern in den diversen Notfunkgruppen. Warum tut man sich in der BRD so schwer? Ein Schritt in Richtung des Modells wie es in den U.S.A. praktiziert wird waere wuenschenswert.
Mir sind Freiwillige Feuerwehren und THW Ortsverbaende bekannt, welche auf keinem unabhaengigen Weg erreichbar sind, da waere es doch schoen, wenigstens einen Plan in der Schublade zu haben, vorallem wenn er mit minimalsten / keinen Kosten verbunden ist. Diverse Grossereignisse ob nun lokal BRD ( Oderhochwasser ) oder weltweit ( Costa Rica, Tsunami 2006 ) mit erfolgreicher Amateurfunkbeteiligung sollten eigentlich Anregung genug sein.
Es waere schoen Bevoelkerungsschutz und Notfunk vereinen zu koennen, es muss ja nicht gleich ein Gesetz sein, aber eine offzielle Unterstuetzung / Empfehlung kann auch helfen.

Der Artikel soll nicht schaedigen, sondern anregen nochmal ueber das Thema nachzudenken - es ist eine Chance.

Viele Fragen offen bei der Vorratsdatenspeicherung

Wie man hier bei heise lesen kann,
heise online - 10.02.09 - Weiter viele Fragen offen bei der Vorratsdatenspeicherung,
haben es wohl immer noch einige nicht verstanden. Siehe meinen Artikel weiter unten... das nervt mich ja schon... jetzt wird gejammert... wie bei der Wahl von Bush damals oder aktuell der Braunen in Oesterreich..... Es gab jeweils eine Mehrheit. Geht mal z.B. zur Wahl.

Immer das gejammer, es nervt, es gab chancen zu klagen, haette man nutzen koennen (so wie ich ueber den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung). Verhaltensweise anpassen, entsprechende Dienste nicht oder anders nutzen, MUENDIG das Internet nutzen und sich damit beschaeftigen.

*Total genervt*

Dienstag, 10. Februar 2009

Rückblicke

Rückblicke, was bisher so geschah...

1. SPD Hessenwahl verloren, Ypsilanti weg vom Fenster, Hammerscheitel grinst sich eins.

2. Die MMORPG-Gemeinde und die entsprechenden Medien sollten sich mal gedanken ueber ihre Berichterstattung machen.
WoW seit Lichking Release nur gebastel an Latenzproblemen, Klassen/Spielbalance. Fuer das groesste MMORPG, 11 Millionen zahlende Spieler weltweit, ganz schoen arm.... Ausserdem laesst das Spielerniveau zu wuenschen uebrig, jeder will ohne Leistung und Koennen moeglichst hochwertigen Kontent / Ausruestung. (Gut, trifft auf andere Lebensbereiche zu - Stichwort: Berufsethos ;-) ). Scheint ein Nachteil eines "Massen"-Spiels zu sein.

Dagegen legt Runes of Magic mit jedem Patch super zu, an Inhalten, Stabilitaet und auch Gemeinschaft. Bleibt zu hoffen, dass Frogster nicht auf dumme Ideen kommt, und etwas Konkurenz die Mitbewerber anspornt.... immerhin ist das Spiel F2P (free2play)!

Age of Conan ist aus den Schlagzeilen verschwunden und nur noch eine Randerscheinung. Verbesserungen, mehr Inhalt und eine gute Gemeinschaft werden nicht erwaehnt... mein Eindruck, durch die entsprechende Altersfreigabe, reifere Spieler mit Alltags- / Realitaetsbezug. Macht Spass!

Everquest 2, noch weniger Nachrichten, extrem viel Inhalt, ausgefeiltes Spiel, sehr nette Gemeinschaft, mein einziger Kritikpunkt bleibt Sony. Sony, etwas mehr koennten sie fuer Europaeische User, Stichwort Gamemaster und Support schon tun... fuer mich lassen sich Verhaltensmuster zu Sony Professional Products erkennen... was auch nervt. Spieltechnisch empfehlenswert.

Ergaenzung Altersfreigabe:

WoW: USK ab 12 Jahre
Runes of Magic: USK noch keine bekannt....
(ich wuerde inhaltlich auf "ab 12 Jahre" tippen)
Everquest 2: USK ab 12 Jahre
Age of Conan: USK KEINE Freigabe (ab 18 Jahre)

EuGH weist Klage gegen Vorratsdatenspeicherung ab

Hier ist das entsprechende Dokument.

Dem Dokument ist kurzgefasst folgenden zu entnehmen, Zitat: "Der Gerichtshof stellt zunaechst klar, dass sich die von Irland erhobene Klage allein auf die Wahl der Rechtsgrundlage bezieht und nicht auf eine eventuelle Verletzung der Grundrechte als Folge von mit der Richtline verbundenen Eingriffen in das Recht auf Privatsphaere.

Der Gerichtshof stellt fest, dass die Richtlinie auf einer geeigneten Rechtsgrundlage erlassen worden ist."

Es ging nicht um unsere Grundrechte, dem Zugriff auf die Daten etc. sondern "nur" um Richtlinie an sich!

Jetzt ist der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung wieder am Zug, bzw. unser Verfassungsgericht kann sich endlich mal dem "Eilentscheid" annehmen... der jaehrt sich ja auch schon....